Das Kanzleigebäude der Deutschen Botschaft in Eriwan

Das Botschaftsgebäude nach den Umbaumaßnahmen Bild vergrößern Das Botschaftsgebäude nach den Umbaumaßnahmen (© Deutsche Botschaft Eriwan) Das Gebäude Charentsstraße 29 wurde 1949 als zweistöckiges Gebäude erbaut. 1964 fügte man einen 3. Stock mit separatem Treppenaufgang und einem Aufzug an.

Es gehörte dem 1. Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Armeniens, Anton Kochinyan.

Nach Erlangung der Unabhängigkeit Armeniens im Jahr 1991 beschloss die Bundesrepublik Deutschland als einer der ersten Staaten überhaupt, Armenien völkerrechtlich anzuerkennen. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen erfolgte am 31.01.1992. Im Jahr 1997 erwarb die Bundesrepublik das Gebäude. Nach Durchführung umfangreicher Umbauarbeiten – das Haus wurde praktisch entkernt, die verbliebenen Außenmauern wurden wegen der Erdbebengefahr verstärkt – nahm die Botschaft im Januar 1999 den Dienstbetrieb auf. Zunächst wurden nur das Erdgeschoss und der erste Stock genutzt.

Um der weiteren Intensivierung der gegenseitigen deutsch-armenischen Beziehungen Rechnung zu tragen, mit der eine Zunahme der Aufgaben der Botschaft einherging, wurde in den letzten Jahren der Personalbestand der Botschaft stetig vergrößert. Wegen des entsprechend zunehmenden Raumbedarfs wurde im Juni 2004 das 2. Obergeschoss des Gebäudes, das sich bis dahin nur im Rohbau befand, ausgebaut und als Büroraum hergerichtet.

Zwischen 2011 und 2013 wurden am Kanzleigebäude der Botschaft weitere umfangreichen Baumaßnahmen durchgeführt, die der weiteren Erdbebenertüchtigung sowie der Erweiterung der bestehenden Räumlichkeiten dienten. Schließlich wurde auch ein neuer Eingang auf das Kanzleigrundstück errichtet, der vor allem den Zugang zur Visastelle verbessert. Die Bauarbeiten wurden im November 2013 abgeschlossen.