Vertrag um Förderung des Menschenrechtsprojekts “Capacity building and empowerment of human rights defenders and emerging leaders for LGBT rights protection in Armenia”

Bild vergrößern Die deutsche Botschaft in Eriwan hat am 09.06.2015 mit der armenischen Menschenrechts NRO “New Generation” einen Vertrag über finanzielle Förderung geschlossen.  Es geht um die Förderung des geplanten Menschenrechtsprojekts “Capacity building and empowerment of human rights defenders and emerging leaders for LGBT rights protection in Armenia”. Das mit 30.000,- € geförderte Projekt hat sich zum Ziel gesetzt dazu beizutragen, die Menschenrechte von Lesben und Schwulen in Armenien zu stärken und ihre Diskriminierung und Ächtung in Teilen der Bevölkerung zu bekämpfen. Durch die im Nachfolgenden genannten Maßnahmen sollen Vorurteile ausgeräumt und ihr Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit gestärkt werden.

Im Rahmen des Projekts sollen

· mindestens 15 jungen obdachlose LGBT -Personen Unterkünfte verschafft werden,  um ihnen Schutz zu bieten und um ihr leibliches Wohl zu sichern

· LGBT allgemein kostenlos Rechtsberatung und -hilfe angeboten werden

· 15 Menschenrechtsvertretern aus den zehn Regionen Armeniens im Rahmen eines fünftägigen Seminars Fortbildungsmöglichkeiten zur Bekämpfung von Diskriminierung und Stigmatisierung  angeboten werden

· jungen LGBT Vertretern, ebenfalls aus zehn Regionen in Armenien,  im Rahmen einer fünftägigen Fortbildungsveranstaltung Fertigkeiten vermittelt werden, die es ihnen ermöglichen sollen, sich verstärkt erfolgreich für Freiheit und Gerechtigkeit der LGBT in Armenien einzusetzen

· zwei Podiumsdiskussionen zur Lage der LGBT und zur Verbesserung ihrer Lage in der armenischen Gesellschaft sowie zur Stärkung ihrer Rechte unter Teilnahme nationaler und internationaler LGBT-Vertreter veranstaltet werden.

Menschenrechte sind universell und unteilbar. Menschenrechtspolitik bezieht selbstverständlich die Rechte von LGBT ein. Staatliche wie nichtstaatliche Verfolgung und Diskriminierung auf Grund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität und homophobe Übergriffe verletzen elementare Menschenrechte, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und im Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte verbrieft sind. Die Stärkung der Zivilgesellschaft, vor allem Schutz und Unterstützung von Menschenrechtsverteidigern, stellt einen Schwerpunkt deutscher und europäischer Menschenrechtspolitik dar. Die Bundesregierung wendet sich gegen jede Benachteiligung aufgrund von sexueller Orientierung und setzt sich konsequent gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen ein. In der bilateralen Zusammenarbeit werden daher durch das Auswärtige Amt, wie in diesem konkreten Fall, auch Projekte zur Verbesserung der Menschrechtssituation von LGBTI-Personen gefördert.