Vorträge zum Thema "Innere Führung. Streitkräfte in Demokratie"

Vom 20.-24.03.2017 hielten Oberstleutnant Martin Gerster und Fregattenkapitän Martin Piechot aus dem Zentrum für Innere Führung (Internationale Kooperation, Straußberg) im Rahmen des bilateralen Jahresprogramms zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung und dem Ministerium der Verteidigung der Republik Armenien Vorträge zum Thema „Innere Führung. Streitkräfte in der Demokratie“ für Stabsoffiziere im Magisterstudiengang der Vazgen-Sargsyan- Militärakademie sowie für Kursanten und Offizieranwärter der armenischen Streitkräfte. Es war das dritte Folgeseminar in dieser Themenreihe, diesmal wieder an Einrichtungen in Eriwan durchgeführt, nachdem 2016 Deutschland als Gastgeber fungierte.

Das Seminar „Internationale Kooperation – Streitkräfte in der Demokratie“ bietet eine Plattform, bilaterale Kontakte zwischen Deutschland und Nicht-NATO/EU Streitkräften aufzubauen und zu pflegen sowie die Grundlage für vertiefende strukturierte Partnerschaften zu schaffen. Darüber hinaus werden auch die DEU Erfahrungen hinsichtlich der Notwendigkeit, Streitkräftereformen und Anpassungen an die gesellschaftlichen Realitäten zu unterziehen, weitergegeben. Inhaltlich beschäftigte sich das Seminar intensiv mit der Konzeption der Inneren Führung und der Einbindung der Streitkräfte in eine Demokratie. Der Dialog über Führungsprinzipien und der Entwicklung einer gemeinsamen Vorstellung von Führung und soldatischem Selbstverständnis legten die Grundlage für das Seminar. Die Entwicklung und die ständige Anpassung der Inneren Führung an die gesellschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen bildeten dabei einen thematischen Schwerpunkt. In entsprechenden Vorträgen/Diskussionen wurden insbesondere die Vielschichtigkeit der Inneren Führung und ihre Verankerung in der militärischen Auftragserfüllung verdeutlicht. Dabei standen Themenbereiche wie die  demokratische Kontrolle von Streitkräften, die Institution des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags, das Disziplinarrecht, Politische Bildung, Vereinbarkeit von Familie und Dienst, Militärseelsorge und Ethik sowie zeitgemäße Menschenführung im Mittelpunkt der Diskussionen und des Austausches.