Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Armenien

In der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit ist Deutschland nach den USA der zweitwichtigste bilaterale Geber für Armenien. Im Rahmen der Regierungsverhandlungen über die Entwicklungszusammenarbeit im September 2014 hat Deutschland bis zu 109,8 Mio. Euro für finanzielle Zusammenarbeit zugesagt. Außerdem werden 2014 neue Mittel für regionale Vorhaben bereitgestellt, an denen Armenien partizipiert. Im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit sind dies insgesamt bis zu 21,0 Mio. EUR und für Regionalvorhaben der Finanziellen Zusammenarbeit bis zu 2,0 Mio. EUR.

Die Entwicklungspolitische Zusammenarbeit (kurz auch „EZ“) besteht aus der staatlichen EZ, aus humanitär ausgerichteten „Kleinstprojekten“ und aus Projekten von Nichtregierungsorganisationen (NROs), die durch Mittel aus dem deutschen Haushalt finanziell gefördert werden. Die staatliche EZ teilt sich in die Technische und Finanzielle Zusammenarbeit auf. Sie wird durch die sogenannten Durchführungsorganisationen GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) durchgeführt. Bei den Kleinstprojekten unterstützt die Botschaft unmittelbar private armenische Organisationen zur Linderung von akuten Notlagen und zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen für eine Verbesserung der Lebensumstände der am meisten benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

Eine Übersicht über alle zur Zeit aus öffentlichen Mitteln unterstützten deutschen EZ-Projekte in Armenien finden Sie hier:

EZ-Projekte in Armenien [pdf, 106.08k]

Die staatliche EZ mit Armenien

Logo Deutsche Zusammenarbeit Bild vergrößern Logo Deutsche Zusammenarbeit (© Auswärtiges Amt, BMZ) Deutschlands staatliche entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Armenien erstreckt sich im Rahmen des Regionalprogramms der Kaukasus-Initiative auf den gesamten Südkaukasus. Die Programme sind daher im Allgemeinen sowohl  in Armenien als auch in Georgien und Aserbaidschan aktiv und fördern durch regionale Aktivitäten wie Konferenzen, Workshops und Seminare nicht nur den fachlichen Austausch, sondern auch die Verständigung und Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten aus Verwaltung, Justiz und Wirtschaft der drei Länder. Normalerweise kämen sie aufgrund der Konflikte nicht zueinander. Ein wichtiges Ziel der Veranstaltungen, die von den deutschen Organisationen GIZ, KfW und PTB sowie von den politischen Stiftungen und anderen Institutionen organisiert werden, ist, dass die Teilnehmer ihre Kontakte untereinander auch außerhalb dieser Veranstaltungen pflegen – dies ist in vielen Fällen bereits Realität.

Inhaltlich konzentriert sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Südkaukasus auf die drei Schwerpunkte

  • Umwelt und Energie,
  • nachhaltige Wirtschaftsentwicklung sowie
  • Demokratie, Zivilgesellschaft und öffentliche Verwaltung.

In diesem Rahmen beauftragt die Bundesrepublik Deutschland in Gestalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sogenannte Durchführungsorganisationen mit der Durchführung verschiedener Vorhaben, d.h. Programme und Projekte. Informationen zu den einzelnen Vorhaben finden Sie unter folgendem Link:

Programme und Projekte von GIZ, KfW

Die Vorhaben lassen sich in Technische und Finanzielle Zusammenarbeit unterteilen. Die Technische Zusammenarbeit besteht im wesentlichen aus Beratungs- und Sachleistungen, die die GIZ und PTB erbringen. Hierzu arbeiten sie eng mit den nationalen Ministerien, Gemeinden und anderen Institutionen zusammen, aber auch mit Unternehmen der Wirtschaft und NROs.

Die KfW ist für die Finanzielle Zusammenarbeit zuständig. Sie gibt Kredite, die sie aus eigenen Mitteln und/oder aus deutschen Haushaltsmitteln bereitstellt, oder in selteneren Fällen auch (nicht zurückzahlbare) Zuschüsse. Die Kredite erhält entweder direkt der armenische Staat (z.B. das Energieministerium) oder eine juristische Person des öffentlichen oder privaten Rechts. Im Allgemeinen haben die Kredite bessere Konditionen als auf dem freien Markt erhältliche Darlehen, und der armenische Staat haftet für die Rückzahlung. Das wesentliche Merkmal der KfW-Darlehen ist aber, dass sie immer von weiteren, für die Gastländer kostenlosen Maßnahmen begleitet werden, die die Durchführung des finanzierten Projektes sicherstellen sollen. So untersuchen Fachleute vor Beginn einer Maßnahme in einer sogenannten Machbarkeitsstudie, ob das Projekt mit den vorgesehenen Kosten in der geplanten Weise überhaupt durchführbar ist und Trainingsmaßnahmen schulen die Mitarbeiter in der Anwendung der neuen Instrumente. Weitere Informationen zu den Durchführungsorganisationen finden Sie hier:

Die Durchführungsorganisationen

Kleinstprojekte der Botschaft 

Bild vergrößern Im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit unterstützt die Deutsche Botschaft Eriwan sogenannte Kleinstprojekte zur Verbesserung der Lebensumstände der armen und am meisten benachteiligten Bevölkerungsschichten Armenien. Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu den Förderkriterien, zum Antragsverfahren und zu bereits geförderten Projekten:

Kleinstprojekte

Unterstützung von Projekten privater Träger

Engagement Global Bild vergrößern (© Engagement Global) Neben der offiziellen staatlichen EZ mit Armenien unterstützt das BMZ auch Initiativen sogenannter privater Träger – politische Stiftungen, Kirchen und Vereine. Weitere Informationen zu den Aktivitäten dieser Organisationen in Armenien finden Sie auf deren Webseiten. Seit 2012 wird die Unterstützung privater Initiativen in der EZ von der zentralen Servicestelle „Engagement Global“, einer bundeseigenen GmbH, koordiniert. Ausführliche Informationen zur Servicestelle „Engagement Global“ und deren Beratungsleistungen finden Sie auf der Webseite des BMZ und der Webseite von "Engagement Global" selbst.

BMZ-Informationen zu „Engagement Global“

Webseite von "Engagement Global"

Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung zum Regionalprogramm Politischer Dialog Südkaukasus

Webseite der Friedrich-Ebert-Stiftung Südkaukasus

Webseite der Henrich-Böll-Stiftung Südkaukasus

Mitteilungen der Botschaft über Themen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit

Ständige Vertreterin N. Lichtenberger mit dem Landwirtschaftsminister S. Karapetyan (© Ministry of Agriculture of the Republic of Armenia) Hier finden Sie aktuelle Mitteilungen der Botschaft zur deutsch-armenischen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit:

Eröffnungsveranstaltung des IBiS Programms

Eröffnung eines Bürgerbüros in Abovian

Veranstaltung zum nachhaltigen Waldmanagement in Armenien

"Meine Finanz Tour 2014"

Finanzabkommen zwischen Armenien und Deutschland 2014

Gemeinsame Erklärung zur Umweltzusammenarbeit

Einweihung der Umspannstation Gyumri 2

Unterstützung eines UNICEF-Projekts zur Überwachung von Erziehungseinrichtungen in Armenien

Finanzabkommen zwischen Armenien und Deutschland 2012

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Logo Deutsche Zusammenarbeit

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Die Informationsbroschüre der Botschaft über die Aktivitäten der Bundesrepublik Deutschland in Armenien in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit auf Deutsch und Englisch:

Kleinstprojekte der Botschaft

Die Kleinstprojektfinanzierung ist Bestandteil der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Armenien.

Deutsche Organisationen vor Ort

Logo Deutsche Zusammenarbeit

Folgende deutsche Einrichtungen sind im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit in Armenien aktiv:

Internationale Organisationen in Armenien

Nachfolgend einige internationale Organisationen, die sich in Armenien engagieren: